• SARAH DWYER

DER TRI GEHEIMTIPP


DER TRI GEHEIMTIPP

"Man sieht Dinge und sagt "Warum?" aber ich träume Dinge und sage "Warum nicht?"(George Bernard Shaw)

Diese sympathische Äußerung widme ich allen Zweiflern, Infrage-Stellern, Miesepetern, Gscheidschmatzern, Nicht-Probierern und ganz besonders den „AchwasmachstfürSachen-Warumüberhaupt-undbaldwirstkörperlichkaputtsein-Behauptern“

Denn genau so oder ähnlich wie Mr Shaw (übrigens überzeugter Vegetarier) denke ich jedes Mal, wenn ein Sportevent vorüber ist und der Wurm in meinem Kopf sich erneut irgendwo festsetzen will. Ein Hindu Sprichwort lautet: „Das Ziel ist es nicht besser als andere zu sein, sondern besser als Dein früheres Selbst." Somit wollte ich die minimal ärgerlichen 40 Sekunden vom letzten Wettkampf irgendwie abhaken. Schließlich sollte ich mich nach dem unfreiwilligen Duathlon in Deggendorf nun in Kallmünz, nördlich meiner Lieblingsstadt Regensburg, erneut beweisen und zwar auf der Jedermann Distanz (600m, 20km, 5km). Das beschauliche Örtchen kenne ich schließlich noch aus Reitsport und Regensburg Zeiten und es ist einfach schnuckelig, das kann man getrost behaupten.

Ganz besonders ist es immer für mich, wenn ich bekannte Gesichter treffe, z.B. vom Händlmaier Streif Vertical Up Team oder dieses Mal begleitet und mental unterstützt von einem alten Duathlon/Triathlon-Hasen aus dem Osten der Bundesrepublik, der hier in fast ebenso alter Form glänzte und die vorderen Plätze der olympischen Distanz aufwirbelte.

Richtig toll organisiert und mächtig viele bzw. große Schwimm-, Lauf- und Bikebereiche und eine Wahnsinns Verpflegung warteten auf die beeindruckend technisch ausgestatteten Triathleten und Triathletinnen. Dieses Mal durfte ich nun endlich im Neo an den Start gehen und zwar in der Naab. Ich muss gestehen, der Massenstart im Freiwasser und das auch noch stromaufwärts ist schon eine harte Nuss. Hierbei besteht noch Übungsbedarf, aber das stört mich nicht, denn auf meinem heißen Rennrad kann ich meinen Anti-Stromlinien-Schwimm-Habitus stets ausbügeln. Eine richtige schöne Radstrecke mit 2-3 Anhöhen musste bewältigt werden. Ich genoss jeden Meter und konnte mächtig viele Plätze gut machen. Langsam, ne flott aber sicher werde ich stärker auf der Rennmaschine, was mich durchwegs begeistert. Wieder beeindruckten mich die Zeitfahrmaschinen und ich weiß ganz bald werde auch ich auf einer solchen durch die Gegend flitzen und den Asphalt zum Glühen bringen. Schnell, schnell, so soll es eigentlich gehen beim Wechseln, wobei schneller könnte ich schon sein, aber am Speed kann man immer arbeiten, das weiß ich von der Lauferei. Die 5 km Laufstrecke durch das reizvolle Örtchen, hinaus ins Grüne sind dann immer mit ein wenig brennenden Oberschenkeln die letzte Etappe. Am Samstag gelangen sie mir zufriedenstellend, weil flotter bekanntlich immer geht, theoretisch. Nun, was war das Resultat: ein ärgerlicher 5. Platz in der AK (nur 30 Sek. auf den 3.Platz) aber ein geiler 19. Rang von 67 Frauen gesamt auf meiner Strecke. Mir ging es blendend danach und meine Motivation, mich den 3-fach Herausforderungen weiterhin zu stellen steigt stetig. „Warum nicht?“, laut Herrn Shaw.

Was bleibt vom langen Tri-Tag: Wechseln soll schneller gehen, ABER: ja ich ziehe mir ein Rad-Trikot nach dem Schwimmen an, denn Style ist geil und die Stimmung der Zuschauer, Organisatoren und Einheimischen hat eine unglaublich tragende Rolle. Außerdem sind geschmierte Nutella Brote einfach der Hit nach der Ballerei! Kallmünz, du rockst auch gewaltig!

Meine Schüler würden dazu emotionsgeschwängert zwei Worte sagen: „Boahhhh Oida!“


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