• SARAH DWYER

„LAUF SEVI, LAUF“ UND WAS ZWEI SEKUNDEN PLÖTZLICH SO BEWIRKEN!


Was für ein runtastisches Wochenende, aber alles ganz von Anfang an.

Jeder, der mich kennt und in den letzten 16 Monaten verfolgte, weiß, dass ich seitdem gerne laufen gehe und auf der ein oder anderen Veranstaltung „auflaufe“. Vergangenes Wochenende reizten eine ganze Reihe an Laufevents. Da fiel die Entscheidung fast schon schwer, deshalb dachte ich mir „Ach was soll‘s, nimm 2!“

So startete ich bei angenehm kühlem Wetter in Ruhstorf.

Ruhstorf a.d. Rott ist läuferisch immer eine Reise wert, ganz gleich zu welcher der vielen Sportveranstaltungen, die der kleine Ort mit doch sehr repräsentativem Verein zu bieten hat. Samstag wartete somit der 8. Marktlauf „Rund um Ruhstorf“. 5 km galt es am Nachmittag zügig zu bezwingen. Dieses Mal als reizvollen Tempolauf auf der Straße als Vorbereitung für den diesjährigen Halbmarathon in Regensburg, so dachte ich. Und es wurde noch besser: zügig ging‘s her und ich merkte schnell, dass ich die Leistung beim 5km-Frühlingslauf in Burgweinting vergangenes Wochenende unterbieten könnte. Was für ein Motivationsschub, denn es wurden dann tatsächlich 40 Sekunden, die ich mich auf der Streckenlänge verbesserte, mit neuer, persönlicher Durchschnitts-Bestzeit. Na gut, so viel sei verraten: ich bin leider zwei Sekunden am 3. Platz in meiner Ak vorbei gekrochen. Auch wenn ein Laufkumpel mehrere Zig Meter vorm Ziel sich meinetwegen die Seele aus dem Leib schrie und mich anfeuerte, reichte es letztlich nicht. Ach Mensch, dachte ich…. Aber dann kam mir schnell wieder in den Sinn, dass ich doch eigentlich für mich, für den Spass an Bewegung, für die eigene Fitness und einfach grundsätzlich gerne laufe. Also Schwamm drüber, denn es lockte ja das nächste Highlight: Der DJK Domlauf in Passau. Und dennoch behielt ich die zwei Sekunden im Hinterkopf.ö

Dieses Jahr startete ich im zahlenmäßig wohl größten Team der Kleinsten: Die Kids der Montessori Schule Vilshofen. Unter Leitung von Mel Schötz und Severin Friedenberger (4SPIRITS) starteten in großer Anzahl, begleitet von gut gelaunten Eltern, Mädels wie Jungs in leuchtend grünen Shirts. Ganz professionell dürfen unsere Shirt Sponsoren an dieser Stelle nicht fehlen: 4SPIRITS Zentrum für Therapie und Sport in Vilshofen, Eiscafé Pizzeria Cappuccini und die Montessori Schule Vilshofen. Ein herzliches Dankeschön an Euch, ich hoffe, ihr seid mit unserer Leistung zufrieden!

Nun zur Veranstaltung selbst: Selbstverständlich trifft man wieder konzentrierte, gut gelaunte, sich aufwärmende Läuferkolleginnen und Kollegen, manche sogar vom Rennen am Vortag. Mein Sportverein, der WSV Otterskirchen war wie meist hier in der Region sehr gut und erfolgreich mit vielen Athleten aufgestellt. So konnte es dann sehr pünktlich losgehen. Ein gewaltiges Teilnehmerfeld reihte sich hinter der Startlinie, inmitten von Passau, auf und „Peng!“. Flotten Schrittes war ich dieses Jahr unterwegs, im Schnitt nicht so schnell wie tags zuvor, denn die Strecke war und ist definitiv anspruchsvoller, als der Marktlauf in Ruhstorf. Viele Häuserecken und Gassen galt es in der Altstadt zu durchschlängeln, der Untergrund wechselt häufig – vom glatten und buckeligen Kopfsteinpflaster, auf Bordsteine und groben Steinen an der Ortsspitze bis zum normalen Straßenteer und schließlich dem feinen Kies beim Zieleinlauf, rauf und runter ging es schließlich auch noch und dann waren da noch die zwei Sekunden. J Die Stimmung war wieder prächtig, viele bekannte Gesichter, die man trifft und mit denen es immer was auszutauschen gibt. Ein tolles Publikum und Trommler, die einen zusätzlich einheizten, reihten sich auf beiden Seiten der Strecke auf. Glücklicherweise meinte es Petrus auch gut mit uns Läufern, denn die Wettervorhersagen versprachen ja bekanntermaßen gar nichts Gutes. Ich glaube Petrus war somit Hobbyläufer. J

Mit meinen überflüssigen zwei Sekunden vom Vortag habe ich abgeschlossen, weil ich in Passau dann eine für mich doch sehr zufrieden stellende Zeit lief. Für mich auch deshalb, weil ich 3,5 Min schneller als im Jahr 2015 war und heuer sogar ein Platz auf dem Stockerl in meiner Ak schaffte. Eine fesche Medaille gab es obendrein.

Und nun zu Sevi: mein lieber Severin hat nicht nur in seiner Freizeit die Mädels und Jungs der Montessori Schule mit viel Geduld und Elan fit gemacht für ihren Start und den beeindruckenden Auftritt, er wollte, so erzählte er mir freudestrahlend und mit einem Leuchten in seinen Augen (welches mir irgendwie bekannt vorkommt), meine bzw eine bessere Zeit laufen als ich. Das schaffte er und ich weiß jetzt noch nicht genau, wer von uns beiden im Ziel am Domplatz stolzer war: er als mein Bezwinger oder ich, die einen jungen Burschen, der bis vor kurzem sich wenig mit dem Laufen anfreunden konnte und es irgendwie schaffte, ihn zu dieser Leistung zu bewegen. Lauf Sevi, lauf! Freu mich, dass du so Gas gibst! Bitte mach öfters meinen Front Runner!

Letztlich war es für uns „Greenhorns“ ein rundum gelungener, sportlicher Tag mit vielen Highlights, jeder von uns hatte sein ganz persönliches möchte ich meinen. Für mich war es das Double Feature des gesamten Wochenendes „Nimm2“, meine stetige Pace-Verbesserung, das Blaubeer-Müsli (im Starterpaket in Passau enthalten), die pinken Socken, die grünen Socken, die leuchtenden Shirts und ganz klar, die ehrgeizigen Cool-Kids und das sportliche Miteinander.

Das nächste „Nimm2!“-Wochenende wartet schon, denn…

Laufen rockt, stay tuned!

Eure Sarah

#Running #Domlauf #Erfolg #Pace #Polar #Training

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